Intersektionale Sozialforschung

Wie wirken Herrschaftsverhältnisse in gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaften? Wie lassen sich Ungleichheiten im Zusammenhang erforschen?

Die Intersektionale Mehrebenenanalyse ist ein vielseitig anwendbares Instrument für subjektzentrierte und praxisorientierte Sozialforschung im Rahmen einer intersektional-feministischen Gesellschaftsanalyse. Kathrin Ganz und Jette Hausotter stellen die Theorie des Intersektionalen Mehrebenenansatzes vor und führen Schritt für Schritt durch den Forschungsprozess: von der Konzeption über die Datenerhebung und -auswertung bis zu den Ergebnissen. Zudem werden die Potenziale der Methode für die intersektionale Praxisforschung ausgelotet.

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16. Juli 2020, 156 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4514-9

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Kathrin Ganz

Kathrin Ganz, Freie Universität Berlin, Deutschland

Jette Hausotter

Jette Hausotter, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Deutschland

1. Warum ein Studienbuch zu diesem Thema?

Intersektionalität bedeutet, dass Herrschaftsverhältnisse in Identitäten, strukturell und symbolisch zusammenwirken. Wer Diskriminierung und soziale Ungleichheit verstehen will, muss Intersektionalität konsequent mitdenken – gerade in der Sozialforschung. Der Intersektionale Mehrebenenansatz ist für Forschende interessant, die in empirischen Projekten subjektorientiert vorgehen und neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch politische Handlungsmöglichkeiten erarbeiten möchten.

2. Welche Bedeutung kommt diesem Thema innerhalb des Fachgebiets und der wissenschaftlichen Ausbildung zu?

Intersektionalität ist ein Leitbegriff der Gender Studies und Rassismusforschung, der mittlerweile auch in vielen anderen Disziplinen rezipiert wird. Studierende finden intersektionale Perspektiven vor allem wegen der Verbindung zur politischen Praxis spannend. Der Intersektionale Mehrebenenansatz eröffnet einen Weg für die Umsetzung von qualitativen Sozialforschungsprojekten – und das nicht nur in groß angelegten Forschungsvorhaben, sondern auch in Studienprojekten.

3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Intersektionale Mehrebenenansatz ist vor über zehn Jahren als Teil einer lebhaften Intersektionalitätsdebatte entwickelt worden. Es hat mittlerweile eine Ausdifferenzierung stattgefunden, in die wir ihn pointiert als feministisch-materialistischen Ansatz einordnen. Das vielfältige Anwendungswissen aus zehn Jahren Forschung mit dem Intersektionalen Mehrebenenansatz arbeiten wir im Buch zum ersten Mal systematisch und als Handreichung für die praktische Anwendung auf.

4. Ihr Tipp zur weiterführenden Lektüre?

Intersektionalität ist hochpolitisch. Das zeigen Klassiker wie Kimberlé Crenshaws Arbeiten zur Diskriminierung Schwarzer Frauen ebenso wie Texte, die Intersektionalität mit spezifischen Perspektiven wie den Disability Studies verbinden, wie z.B. der Band »Gendering Disability« von Jutta Jacob, Swantje Köbsell und Eske Wollrad (transcript 2010). Die Verbindung von Wissenschaft und sozialen Bewegungen zeigt: Die besten Forschungsfragen entstehen dort, wo um soziale Gerechtigkeit gerungen wird.

»Die Autorinnen liefern mit ihrer Systematisierung intersektionaler Forschung einen wichtigen Beitrag, um intersektionale Analysen methodisch kontrolliert abzusichern.«

Soziologische Revue, 47/3 (2024)

»Im Buch [wird] nicht nur ein umfassender qualitativer Ansatz zur Analyse sozialer Ungleichheit vorgestellt, sondern auch ein Werkzeug, um partizipativ Kritik an Herrschaftsverhältnissen zu üben und Wege aufzuzeigen, diese zu überwinden.«

Andreas Schulz, GENDER, 1 (2022)

»Die Publikation [stellt] eine wichtige Weiterentwicklung für die forschungspraktische Analyse im deutschsprachigen Raum dar und verbindet anwendungsbezogene Hinweise mit der kritischen Reflexion der Machtwirkung akademischer Wissensproduktion.«

Aysun Dogmus, www.socialnet.de, 06.09.2021
Autor*in(nen)
Kathrin Ganz / Jette Hausotter
Buchtitel
Intersektionale Sozialforschung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
156
Ausstattung
Kartoniert
ISBN
978-3-8376-4514-9
Warengruppe
510
BIC-Code
JFSJ JFFM JHBC JHBA JFFE JFC JFFN JFSL JHBK5 JKS JFSP31 JFFG HBTR JPHV GTJ JPQB JPF JPWF KCF
BISAC-Code
SOC032000 SOC050000 SOC019000 SOC026000 SOC051000 SOC022000 SOC007000 POL010000 SOC031000 SOC000000 POL029000 SOC013000 SOC029000 POL045000 POL000000 POL007000 POL034000 POL028000 POL016000 POL042000 POL003000 BUS038000
THEMA-Code
NHTR GTU JPHV JKS JBFK JHBK JBSP4 JBCC JBSF JBSL1 JPWG KCF JPQB JPF JBFQ JHBC JBFH JHBA JBFW JBFM
Erscheinungsdatum
16. Juli 2020
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Soziale Ungleichheit, Gesellschaft
Adressaten
Studierende und Forschende der Gender Studies, Soziologie, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Sozialen Arbeit
Schlagworte
Soziale Ungleichheit, Qualitative Sozialforschung, Soziologische Theorie, Gender Studies, Soziologie, Gewalt, Kapitalismus, Kultursoziologie, Migration, Politische Soziologie, Rassismus, Sexualität, Sozialpolitik, Kultur, Kulturwissenschaft, Alter, Behinderung, Postkolonialismus, Politik, Politikwissenschaft, Demokratie, Konfliktforschung, Policy, Politics, Politische Ideologien, Soziale Bewegungen, Zivilgesellschaft, Arbeitsökonomie

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